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Carte topographique Brockau
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Brockau
Am westlichen Stadtrand von Netzschkau, jedoch am Brockauer Ufer des Stoppbachs entstand um 1850 die Siedlung Dungersgrün. Der Besitzer des ersten Bauernguts kaufte vom Rittergut Christgrün und fünf Brockauer Bauern eine Fläche von 9,6 Hektar ab, auf der das erste Bauerngehöft entstand. Um 1878 bestand die Siedlung aus zwei Bauerngehöften. Dem aus Netzschkau stammenden Baumeister Karl Eduard Dunger (* 1851) wurde die einsetzende Industrialisierung und die damit einhergehende Verdopplung der Einwohnerzahl Netzschkaus zum Vorteil, da preisgünstiger Wohnraum benötigt wurde. Dunger profitierte von den niedrigeren Bodenpreisen und geringeren Steuerbelastungen seines zu Brockau gehörigen Flurstücks vor den Toren Netzschkaus. Nachdem er den Brockauer Bauern Grundstücke beiderseits der „Brockauer Straße“ abgekauft hatte, errichtete er auf eigene Kosten durch sein Baugeschäft Häuser, die er später vermietete oder verkaufte. Typisch für diese Gebäude ist die Bauweise im Schweizerstil (Chaletstil), einem Baustil des Historismus. Bis um 1907 nannte man die Kleinsiedlung „Dungers Häuser“, dann entwickelte sich aus dem Namen des Besitzers und der im Vogtland häufigen Endung „-grün“ der Name der Siedlung „Dungersgrün“. Wegen des Baustils der Häuser und der Haltung von Ziegen durch viele Häusler wurde Dungersgrün im Volksmund „Ziegenschweiz“ genannt. Als in den Jahren 1895/1896 bekannt wurde, dass die Gemeinde Brockau eine eigene Kirche errichten wollte, stellten die Einwohner von Dungersgrün mehrere Anträge zur kirchlichen Ausgliederung von Brockau und Elsterberg sowie zur politischen Eingemeindung nach Netzschkau. Hintergrund war, dass sie aufgrund des Kirchenbaus höhere Steuern und Belastungen befürchteten. Da Netzschkau die finanzielle Entschädigung für die Eingemeindung von Dungersgrün nicht aufbringen konnte, blieb die Siedlung ein Ortsteil von Brockau. 1910 entstand in Dungersgrün ein Fabrikneubau für die Kammgarnspinnerei Gebrüder Zimmermann, die nach der Enteignung zu DDR-Zeiten als VEB Zwickauer Kammgarnspinnerei, Werk Reichenbach fortgeführt wurde.
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À propos de cette carte
Nom : Carte topographique Brockau, altitude, relief.
Altitude moyenne : 405 m
Altitude minimum : 270 m
Altitude maximum : 505 m
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